Kundenbeziehung nicht wegen US-Bezug aufs Spiel setzen

Viele Europäische Banken beenden ihre Geschäftsbeziehung mit Kunden konsequent, sobald sich bei diesen ein US-Bezug auftut. Dem Vernehmen nach scheuen viele Finanzinstitute die hohen regulatorischen Anforderungen seitens amerikanischer Steuerbehörden und Wertpapieraufsicht. Für die Kunden sind die Folgen teils jedoch massiv: Viele Betroffene klagen zum Beispiel in Deutschland über Schwierigkeiten, eine neue Bank zu finden. Manche sahen sich gezwungen, ihre US-Staatsbürgerschaft zurückzugeben. Wir glauben, dass muss nicht sein!

Die USA räumen ausreichend Spielraum für die Vermögensverwaltung von Kunden mit US-Bezug ein. Darüber wollen wir Sie informieren:

Was bedeutet „US-Bezug“?

Nach unserer Beobachtung beenden Finanzdienstleister insbesondere dann eine Geschäftsbeziehung, wenn …

  • … ein Kunde US-Staatsbürger ist/wird.
  • … ein Kunde eine Greencard erhält und/oder in den USA anderweitig steuerpflichtig wird.
  • … innerhalb der Familie ein US-Bezug entsteht, der womöglich steuerrechtlich Folgen haben könnte.


ERFOLGREICHE BEISPIELE FÜRS US-GESCHÄFT

Erfolgreich zurück im US-Geschäft

In Liechtenstein und der Schweiz bedienen kleine wie grosse Vermögensverwalter wieder US-Kunden. Jahre zuvor hatten diese ihre US-Kunden noch systematisch gekündigt. Die Rechtslage definiert aber einen Rahmen, in dem sie Kunden mit US-Bezug erfolgreich bedienen. Zum Beispiel gibt es derzeit wieder 63 Schweizer Vermögensverwalter, deren US-Geschäft so gross ist, dass sie bei der Securities and Exchange Comission (SEC) registriert sind. Die Kennzahlen sprechen für sich:


NUTZUNG DER GESETZLICHEN FREIGRENZEN

Überprüfung lohnenswert

Vermögensverwalter in der Schweiz und Liechtenstein, die jedoch nicht in grösserem Stil auf dem US-Markt tätig sind, können ohne SEC-Registrierung US-Kunden bedienen. Was uns als Depotbank aufgefallen ist: Nur wenige Vermögensverwalter wissen um die im Dodd Frank Act begründeten Chancen.

Tatsächlich können US-Kunden im Rahmen klar definierter Freigrenzen – ohne hohen administrativen Aufwand – bedient werden. Wir raten Vermögensverwaltungen zur Überprüfung ihrer Situation um herauszufinden, inwiefern ein Engagement in Sachen US-Kunden lohnenswert sein kann. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass eine Kundenbeziehung aufgrund US-Bezugs auf dem Spiel steht.


15 Kunden + USD 25 M AuM

Freigrenzen laut Dodd Frank Act

Unterhalb der im Dodd-Frank-Act aufgeführten Freigrenzen benötigen Vermögensverwalter keine Registrierung bei der SEC. Diese im Gesetz genannten Voraussetzungen sind unserer Meinung nach zentral:

  • Sie dürfen als Anlageberater keinen Geschäftssitz in den USA führen.
  • Sie bedienen weniger als 15 Kunden mit US-Bezug.
  • Die Gesamtsumme der von Ihnen verwalteten Vermögen mit US-Bezug beläuft sich auf weniger als USD 25 Millionen.

Liechtenstein

Gut vernetzt und Türöffner für US-Markt

Zwischen Österreich und der Schweiz gelegen, sind die Banken im Fürstentum Liechtenstein seit jeher darauf angewiesen, über Grenzen hinweg zu denken und zu operieren. Liechtenstein unterhält mit der Schweiz eine Zoll- und Währungsunion. Der Schweizer Franken ist Landeswährung. Im Gegensatz zur Schweiz ist Liechtenstein allerdings Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); es besteht damit ein direkter Marktzugang in die Europäischen Länder.

In den vergangenen Jahren hat sich der Finanzplatz Liechtenstein grundlegend gewandelt. Eine konsequente Weißgeldstrategie schafften Regierung, Aufsichtsbehörden und Marktteilnehmer gemeinsam den Wandel hin zu einem modernen Finanzplatz. Heute ist Liechtenstein MiFID II-compliant und hat sich beim Allgemeinen Informationsaustausch der OECD (AIA) als „Early Mover“ hervorgetan. Zukunftsthemen werden als Chance für den Standort wahrgenommen.


Über Kaiser Partner

Vermögen in einer transparenten Welt

Die Kaiser Partner Privatbank AG arbeitet seit 2009 als Depotbank für nicht-amerikanische Vermögensverwalter, die Kunden mit US-Bezug betreuen. Bei der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) sind wir als Qualified Intermediary anerkannt und operieren im Rahmen des FATCA.

In Zeiten globaler Transparenz legen wir einen besonderen Fokus auf die Dokumentation von Vermögen; zum Beispiel für FATCA. Für in Aktien und Obligationen veranlagte Vermögen mit US-Bezug bieten wir ein Standard-Reporting. Das berücksichtigt länderspezifische Anforderungen. Für Kunden mit komplexeren Anforderungen erstellen wir auch Reportings, die zusätzliche Anlageprodukte, Erträge aus Gesellschaften oder besondere andere Vermögensaspekte abbilden. Dafür arbeiten wir mit der Kaiser Partner Reporting AG als unabhängigem Spezialisten zusammen. Deren Experten realisieren auf Wunsch individuelle Reporting- und Monitoring-Strategien.


Kontakt

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Hermann Neusüss
Deputy Chief Executive Officer (CEO), Banking for Professionals
Rainer Nachbauer
Head Banking for Professionals